200 Jahre Heidelberger Romantik by PD Dr. Karin Tebben (auth.), Prof. Dr. Friedrich Strack PDF

By PD Dr. Karin Tebben (auth.), Prof. Dr. Friedrich Strack (eds.)

ISBN-10: 3540752331

ISBN-13: 9783540752332

ISBN-10: 354075234X

ISBN-13: 9783540752349

„Ein intestine Teil des Feuers, das Napoleon verzehrte", habe von Heidelberg seinen Ausgang genommen, meinte Freiherr vom Stein 1815. Damit deutete er auf jene nationale Kulturerneuerung, die im ersten Dezennium des 19. Jahrhunderts den Heidelberger Romantikerkreis um Achim von Arnim, Clemens Brentano, Joseph Görres u. a. entscheidend prägte und – nach Eichendorffs Worten – eine „innere Regeneration des Gesamtlebens" anstrebte. Im Sammeln von Volksliedern, Volkssagen und Volksmärchen sowie der Restitution altdeutscher Kulturdenkmäler hoffte guy, einerseits dem modernen Rationalismus, andererseits dem Imperialismus Napoleons entgegenwirken zu können.

Aber nicht nur die kulturpolitischen Intentionen der Heidelberger Romantik werden in den vorliegenden Beiträgen untersucht; auch ihre historischen, poetischen und philosophischen Grundlagen sowie die Differenzen zur Jenaer und Berliner Frühromantik bzw. zur katholisierenden Spätromantik werden erörtert. Die Voraussetzungen, Erscheinungsformen und Folgen der Heidelberger Romantik, die bis ins 20. Jahrhundert spürbar bleiben, treten dabei in ein neues Licht.

Nicht zuletzt zeigen die polemischen und witzigen Auseinandersetzungen mit der Voß-Partei, die den Vorrang der antiken Bildung behauptete, daß die Heidelberger Romantik eine vielschichtige, keineswegs ideologisch festgelegte Bewegung struggle. Sie entwickelte ihr eigenes Konzept von „romantischer Ironie" und „progressiver Universalpoesie".

Schließlich kommen in dem vorliegenden Band jene Aspekte einer „idealen" Naturlandschaft zur Sprache, die im Zeitalter der Entfaltung des ästhetischen Sehens Heidelberg zum Inbegriff der Romantik haben werden lassen.

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Da Oesterreich und Baiern die Besitzungen, die ihnen zufallen, eingenommen haben, so scheint mir für Eure Hochfürstliche Durchlaucht der Augenblick, dasselbe zu thun, gekommen. Sollte sich irgend ein Hinderniß darbieten, so werde ich nichts versäumen, um es sofort zu heben. Mit Vergnügen werde ich erfahren, dass Sie sich in Frieden Ihrer neuen Staaten erfreuen. ‘“ Eine solch wohlwollend scheinende Aufforderung, die unter französischem Diktat ihm zugewiesenen Länder sogleich in Besitz zu nehmen, ließ Karl Friedrich sich nicht entgehen; er besetzte sie noch bevor der Reichsdeputationshauptschluss ratifiziert worden war – nicht gerade zum Unwillen der betroffenen Einwohner, die von ihren vormaligen Regierungen enttäuscht worden waren (vgl.

Heidelberg: Winter Kohnle A u. a. (Hrsg) (2003) , . . so geht hervor ein’ neue Zeit‘. Die Kurpfalz im Übergang an Baden 1803 (Ausstellungskatalog des Kurpfälzischen Museums). Heidelberg: Verlag regionalkultur Kurzke H (1992) Die Wende von der Frühromantik zur Spätromantik. In: Athenäum 2, 165–177 Mähl HJ (1967) Goethes Urteil über Novalis: Ein Beitrag zur Geschichte der Kritik an der deutschen Romantik.

30 Nicht er war Herr in Baden, sondern Napoleon. Das ehemals selbstständige Reichterritorium war – trotz seines Machtgewinns – zum französischen Protektorat herabgesunken. Doch als Landesherr hat Karl Friedrich sich verdient gemacht. 31 Das gilt insbesondere für die Universität Heidelberg, der Karl Friedrich seine uneingeschränkte Aufmerksamkeit und Fürsorge zuteil werden ließ. Er hat ihr eine ganz neue Verwaltungs- und Versorgungsstruktur gegeben und ist deshalb zu Recht als ihr zweiter Begründer gefeiert worden.

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by David
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